Hans Beirer 1911–1993

„…der letzte Dinosaurier der Opernbühne…“

Hans Beirer, 1911 hineingeboren in eine bürgerliche Familie aus Wiener Neustadt, sollte nach dem Wunsch des Vaters Chemie studieren. Doch bereits 1935 tauschte er die Naturwissenschaften gegen die Musik. Er startete seine Laufbahn als lyrischer Tenor mit Engagements in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Hans Beirer als gefragter Heldentenor auf nahezu allen internationalen Bühnen von Bayreuth bis Buenos Aires zu hören. Dort arbeitete er mit berühmten Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan und Karlheinz Böhm und sang unter anderem an der Seite von Birgit Nilsson, Renata Tebaldi, Leonie Rysanek, Gwyneth Jones, Anja Silja und Eberhard Wächter. Er verstand sich am Ende seiner über 50 Jahre dauernden Karriere als der Vertreter einer aussterbenden Generation von Wagner-Sängern und bezeichnete sich selbst humorvoll als den letzten „Dinosaurier der Opernbühne“. Das Stadtmuseum Wiener Neustadt präsentiert die jahrzehntelange Karriere des stimmgewaltigen Heldentenors und zeigt aus dem Nachlass Opernkostüme, Fotos, Hörproben und Ausschnitte aus dem Briefwechsel mit prominenten Zeitgenossen.

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